Zur Stabilität rechnergestützter Lichtsteuersysteme

Verschiedentlich werden rechnergestützte Lichtsteuersysteme mit dem Argument abgelehnt, sie würden nicht stabil arbeiten. Dazu haben wir folgende Erfahrungen gemacht:

Allgemein

  • Letztlich 100% absturzsicher sind nur analog und prozessorlose digitale Steuersysteme.
  • Alle etablierten Lichtsteuersysteme (GrandMA, Hog...) nutzten eine PC-Architektur als Basis.
  • Bei wirklich wichtigen Produktionen werden ohnehin Redundanz-Systeme eingesetzt.

Windows als Betriebssystem

  • Windows 95 hat gewisse Stabilitätsprobleme. Für Party-Veranstaltungen mag dies nicht das Problem sein, von Langzeitanwendungen (Mediensteuerung in Ausstellungen) und "amtlichen" Produktionen ist dagegen dringend abzuraten.
  • Windows 98 kann nicht über ca. 40 Tage am Stück betrieben werden.
  • Mit Windows 2000 und Windows XP haben wir bei "sauberen" Installationen keine Probleme feststellen können. Als Mediensteuerung in Ausstellungen laufen solche Systeme problemlos einige Monate am Stück durch.
  • Die CPU-Auslastung sollte im Schnitt 20% nicht übersteigen. Das ist selbst mit älterer Hardware (> 500 MHz bei kleineren Anlagen, > 1GHz bei größeren Anlagen) selten ein Problem.
  • Die Stabilität hängt wesentlich an der "Sauberkeit" der Installation. Wird auf eine "jungfräuliche" Festplatte zunächst das Betriebssystem und dann LightControl gespielt, dann werden keine Probleme auftreten. Wenn allerdings das System richtig "zerkonfiguriert" ist, dann können wir die Stabilität nicht garantieren (insbesondere nicht unter Windows 95 / 98 / Me).
  • Die Indexerstellung von Microsoft Office sollte abgestellt werden, die regelmäßige Virenprüfungen auf Zeitpunkte verlegt werden, zu denen keine Veranstaltungen durchgeführt werden.

Stromversorgung

  • Die Stabilität der Stromversorgung ist Voraussetzung für die Stabilität der Steuerung, ggf. sollte eine USV eingesetzt werden.
  • Wird die Lichtsteuerung auf Notebooks eingesetzt, dann sollten diese zumindest bei den Veranstaltungen selbst mit Akku betrieben werden.

Bedienung

Die Stabilität umfasst letztlich auch die Unanfälligkeit gegen Fehlbedienung.

  • Die Programmierung wird wesentlich vereinfacht, wenn mit zwei Monitoren gearbeitet werden kann.
  • Bei Notebooks empfehlen wir, mit einer externen Maus zu arbeiten und das Touchpad abzuschalten.