TABU Steuerungs-Protokoll (TSP)

Mit dem TABU Steuerungs-Protokoll (TSP) können sich Produkte von TABU Datentechnik und anderer Hersteller gegenseitig steuern.

Beispielsweise sendet TextControl einen Call an LightControl und löst damit einen Lichtwechsel aus.

Grundlage des TSP ist ein TCP/IP-Netzwerk, das die einzelnen Programme verbindet. Es ist dabei kein Problem, wenn diese sich auf unterschiedlichen Rechnern befinden.

Andere Hersteller können ohne Lizenzgebühren TSP und die dazugehörenden Komponenten einsetzen, wir bitten jedoch, darüber informiert zu werden.

Beim TSP werden ASCII-Texte vom Client zum Server und zurück geschickt. Wie die folgende Abbildung zeigt, gibt es dabei lediglich vier verschiedene Nachrichten.


Die ersten beiden Protokollpunkte sind keine Nachrichten, TServerPanel protokolliert die eigene Aktivierung sowie das Anmeldung und Abmelden von Clients.

Nachrichten, die mit einem oder mit zwei Ausrufezeichen beginnen, steuern keine Geräte, sondern dienen zur Kommunikation der Techniker, die an den Computern sitzen.

Auf diese Weise erhält man eine geräuschlose Verständigungs- möglichkeit, die auch bei hohen Umgebungslautstärken. problemlos funktioniert.

Allgemeine Nachrichten beginnen mit einem Ausrufezeichen, dringende mit zwei. Nachrichten an den Benutzer werden farbig protokolliert, während Steuerungsnachrichten schwarz dargestellt werden.

Es folgt ein normaler Ausführungscall. Dieser beginnt mit einer Nummer, gefolgt von einem senkrechten Strich (Pipe) folgt der Kurztext, nach einer weiteren Pipe der Langtext.

Für die Funktion der Gerätes ist lediglich die Nummer von Relevanz. Kurz- und Langtext dienen der Information der Benutzer, wobei es den einzelnen Geräteherstellern überlassen bleibt, ob und wie Kurz- und Langtext angezeigt werden. Normalerweise werden beide Texte lediglich im Protokoll angezeigt. Es ist jedoch zu gewährleisten, daß Geräte bei jedem möglichen Kurz- und Langtext (auch, wenn sie fehlen) problemlos funktionieren

Die letzte Nachricht ist ein Vorbereitungscall. Dieser beginnt mit zwei Klammeraffen (@@). Geräte, die vor dem Ausführen einer Aktion eine längere Vorbereitung benötigen (beispielsweise Dateien von der Festplatte laden) können auf diesen Vorbereitungscall reagieren. Es ist zu gewährleisten, daß Geräte auch dann funktionieren, wenn der Vorbereitungscall ausbleibt.

Nachrichten, die mit der Sequenz SCM beginnen, enthalten Makros für ShowControl Mini. Sie sind von anderen Programmen zu ignorieren.

Wie funktioniert die Steuerung im Detail?

Bei der Steuerung über das TSP geben ein oder mehrere Geräte Steuersignale, und ein oder mehrere Geräte empfangen diese Signale. Die Geräte, die senden, arbeiten als Clients, die Empfänger als Server.

Nehmen wir einmal an, daß zu dem Zeitpunkt, zu dem der Darsteller die Bühne betritt, eine Musikeinspielung gestartet und ein roter Scheinwerfer aufgedimmt werden soll. In TextControl wird dafür ein Call eingerichtet, dem die Nummer 723 zugewiesen wird.

Nun muß WaveControl so programmiert werden, daß auf Call 723 die betreffende Wave-Datei abgespielt wird. LightControl muß beim Eintreffen dieser Nummer den Ablaufschritt starten, welcher den Scheinwerfer aufdimmt.

Betritt nun der Scheinwerfer die Bühne, dann klickt der Inspizient (oder Show-Caller) den entsprechenden Button, und TABU TextControl schickt die Nummer 723 an alle verbundenen Programme. Diese wissen dann, was sie zu tun haben und führen die Einspielung und den Lichtwechsel aus.

Die Kurz- und Langtexte, die mit den Calls verschickt werden, haben keinerlei technische Relevanz. Sie dienen lediglich dazu, daß die Protokolle leichter lesbar sind.

Downloads

  • Entwicklungstools, VCL- und OCX-Komponenten
    sls selbstextrahierendes Archiv (919 KB)
    TSP.exe
  • Entwicklungstools, VCL- und OCX-Komponenten
    als Zip-Archiv (892 KB)
    TSP.zip

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