EinführungWarum Mini? So einfach geht's: Szene speichern Kurz gefasst Lampenschonung |
||
Warum Mini?Die Programme LightControl Mini und ShowControl Mini sind für die Bedürfnisse kleiner Theater maßgeschneidert worden: Dort, wo nur ein paar Kanäle (maximal 240) gesteuert werden müssen, wo konventionelles Licht überwiegt, wo schnell und effizient gearbeitet werden muss, wo mit der Steuerung auch mal ein Schauspieler oder Regie-Assistent zurechtkommen muss, dort ist Mini zuhause. Mini macht nicht den Fehler, ein konventionelles Lichtmischpult am Rechner nachbilden zu wollen, sondern nutzt die Möglichkeiten des PC optimal für ein neues Bedienkonzept: Die textbasierte Ablaufsteuerung: Zunächst wird ein Text geladen oder erstellt; für gewöhnlich wird dies das Textbuch des gespielten Stücks sein, man kann aber auch auf die Schnelle eine Stichwortliste erstellen. Direkt in diesen Text werden dann die einzelnen Szenen gespeichert. Beim Steuern der Aufführung braucht man nur den Text mitzulesen und auf Stichwort den Go-Button zu drücken. Ein einmal erstelltes Projekt kann somit auch von Personen gesteuert werden, die in einer halben Minute eingewiesen wurden. Neben Licht kann Mini auch Tondateien einspielen und PowerPoint-Präsentationen steuern. Die Variante ShowControl Mini implementiert darüber hinaus auch einen TSP-Client, so dass nahezu alles gesteuert werden kann, was man irgendwie auf einen Rechner bekommt: Die komplette Bühnentechnik auf einem Go-Button. Mit Mini ist nicht nur das Abfahren eines Projektes sehr einfach, sondern auch dessen Programmierung: Das Lichtpult kann völlig frei konfiguriert werden, die Fader individuell beschriftet und die Flash-Buttons mit Icons versehen werden. Jede Szene kann sofort bearbeitet und dann erneut gespeichert werden - und wenn man versehentlich die falsche Szene überschreibt, dann ist das auch kein Beinbruch: Alle in einem Projekt gespeicherten Szenen werden als Versionen gehalten und können bei Bedarf wiederhergestellt werden. In einer Szene speichert Mini stets den Zustand aller 240 Ausgangskanäle. So kann man beliebig im Ablauf springen. Für fortgeschrittene Benutzer bietet Mini eine mächtige Makrosprache: So gut wie alle Funktionen des Programms lassen sich über ein Makro steuern, auf Knopfdruck lassen sich eine beliebige Kombination von Aktionen auslösen. In der Variante ShowControl Mini arbeitet das Programm auch als Webserver und kann über jeden Browser gesteuert werden: Über einen PDA und WLAN kann der auf der Leiter stehende Techniker zum nächsten Kanal wechseln und braucht beim Einleuchten nicht immer zur Steuerung zu laufen. |
||
Unterschied zwischen LightControl Mini und ShowControl Mini
|
||
Wo kein Mini?Mini ist ziemlich spezialisiert auf alles, was sich in einen festen Ablauf bringen lässt. Überall dort, wo es einen solchen festen Ablauf nicht gibt, ist Mini meist weniger geeignet: Bei Konzert- oder Discothekenbeleuchtung sollte man zu anderen Programmen greifen (beispielsweise LightControl Party). Mit Mini lassen sich zwar auch Scanner steuern, mit anderen Programmen geht das aber komfortabler. Für große Lichtanlagen, oder wenn über ein externes Pult gesteuert werden soll, muss LightControl Easy eingesetzt werden. |
||
Szene speichernUm eine Szene zu speichern, gehen Sie wie folgt vor: |
||
|
1.) Stellen Sie die Szene im Lichtpult ein Mit den Fadern können Sie die Intensität der einzelnen Kanäle bestimmen. Um einen Kanal auf 100% zu setzen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Flash-Button. |
||
| 2.) Speichern Sie die Szene
Gehen Sie in's Textfenster und setzen den Cursor an die Stelle, an der später der Einsatz erfolgen soll. Rufen Sie mit der rechten Maustaste das Kontextmenü auf und wählen den Eintrag eingestellte Szene. Um bei dieser Gelegenheit eine Überblendzeit festzulegen, ziehen Sie den Regler im Hauptfenster auf den gewünschten Wert. |
||
Ablauf steuernUm einen gespeicherten Ablauf zu steuern, führen Sie folgende Schritte aus: |
||
| 1.) Auf den ersten Schritt gehen
Klicken Sie um Textfenster auf den Button erster Schritt. Der erste Schritt wird markiert (schwarz hinterlegt) und kann nun ausgeführt werden. 2.) Schritt ausführen Klicken Sie auf den Button Schritt ausführen. Von der aktuellen Szene wird zur ersten Szene übergeblendet (mit der Überblendzeit der ersten Szene) |
||
| 3.) Weitere Schritte ausführen
Um weitere Schritte auszuführen, klicken Sie jeweils auf den Button Schritt ausführen. Achten Sie darauf, dass die Option automatisch zum nächsten Schritt aktiviert ist. Und wenn etwas anders läuft? Im Live-Betrieb läuft nicht immer alles so, wie es geplant ist - eine brauchbare Lichtsteuerung muss darauf reagieren können:
|
||
Szene bearbeitenWenn während der Proben festgestellt wird, dass eine Szene doch noch nicht wirklich optimal ist, ist deren Änderung auch kein Problem: Im Modus Ablauf fahren die Regler wie Motorfader den gespeicherten Szenen hinterher, die aktuelle Szene ist somit schon fertig auf dem Lichtpult eingestellt. Einfach die gewünschte Änderung vornehmen und auf den Button überschreiben mit eingestellter Szene klicken. |
||
Lichtpultseite erstellenNehmen wir an, für den schnelleren Zugriff möchten Sie alle Scheinwerfer mit roten Farbfiltern auf einer Seite haben. |
||
| 1.) Kanäle auswählen
Ziehen Sie alle Regler der Kanäle hoch, die Sie auf der Seite zusammenfassen möchten. |
||
| 2.) Seite anlegen
Legen Sie eine neue Seite an (mit den Cursor-Tasten nach unten und Name der Seite angeben). Wählen Sie dann aus dem Kontextmenü (rechte Maustaste) den Eintrag der Seite hinzufügen|Alle aktiven. Die gewählten Kanäle werden nun als Fader der Seite hinzugefügt, dabei werden die Kanaleinstellungen (Icon beispielsweise) übernommen. |
||
Kennlinie erstellenManche Dimmer haben ein etwas seltsames Steuerverhalten. Um hier verschiedene Dimmer einander anzugleichen, können in ShowControl Mini Kennlinien erstellt werden. |
||
| Um eine neue Kennlinie anzulegen, wählen Sie im Patch-Fenster Kennline|Neu.
Sie können dann die Kennlinie mittels fünf Stützstellen konstruieren oder frei zeichnen. Alternativ können die Werte per Tabelle definiert werden. |
||
LampenschonungGlühlampen leben länger, wenn sie nicht hart angeschalten, sondern aufgedimmt werden. In Mini können Sie die Lampenschonung aktivieren, so dass Lampen stets weich aufgedimmt werden. Dieser Modus eignet sich vor allem für's einleuchten und kann dann für die Aufführung wieder ausgeschalten werden. |
||
VersionenWo gearbeitet wird, passieren Fehler, und wo Szenen bearbeitet werden, wird auch mal die falsche überschrieben: kein Problem in Mini - alle Versionen einer Szene bleiben erhalten, mit dem Button Andere Version wählen kann auf frühere Versionen zurückgegangen werden. |
||
FreezeWas tun, wenn während einer Aufführung umprogrammiert werden muss? Kein Problem: Modus Freeze aktivieren, und schon verändert sich die DMX-Ausgabe nicht mehr. Es können nun beliebig Szenen verändert oder neue Szenen erstellt werden. Wenn alles erledigt ist, dann die aktuelle Szene wieder ausführen und Modus Freeze deaktivieren. |
||
ToneinspielungenMini kann die Audio-Formate abspielen, die vom Windows Media-Player unterstützt werden, insbesondere wav und mp3. Die Toneinspielung kann einer beliebigen Stelle begonnen werden. Es ist möglich, Lichtwechsel synchron zu einer Toneinspielung zu programmieren (dies allerdings nur mit einer einzigen Audio-Datei, bei mehreren Audio-Dateien müssen Sie LightControl Easy verwenden). |
||
PowerPoint
|
||
Steuerung externer GeräteDie Unterstützung externer Geräte ist mit ShowControl Mini möglich, das sowohl als TSP-Client als auch als TSP-Server arbeitet. Für MIDI, SMPTE TimeCode, Relais-Platinen und einiges mehr stehen fertig Programme zur Verfügung, entsprechende Komponenten können aber auch kostenlos hier heruntergeladen werden, so dass eigene Steuerungen damit kompatibel gemacht werden können. |
||
DMX-AusgabeFür die DMX-Ausgabe wird ein entsprechender Hardware-Adapter benötigt. Es werden eine Reihe von Hardware-Adaptern mit Treibern unterstützt (beispielsweise für die USB-Schnittstelle). Der DMX-Adapter kann auch an einem anderen Rechner betrieben werden, solange beide Rechner über TCP/IP verbunden sind (beispielsweise auch über WLAN). |
||